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ColecoVision

Die High-End-Konsole der frühen 80er und Wegbereiter moderner Heimkonsolen

Das ColecoVision, veröffentlicht im August 1982 von der Firma Coleco Industries, war eine Spielkonsole der zweiten Generation. Mit seiner starken Hardware und der fast arcade-perfekten Umsetzung populärer Automatenspiele setzte es neue Maßstäbe für Heimkonsolen und legte die Grundlage für zukünftige Entwicklungen in der Videospielindustrie.

Technische Daten:

  • Prozessor: Zilog Z80A mit 3,58 MHz

  • Grafik: Texas Instruments TMS9918A

  • Farben: 16 aus 32 verfügbaren Farben gleichzeitig

  • Arbeitsspeicher: 1 KB RAM, 16 KB Videospeicher

  • Auflösung: 256 × 192 Pixel

  • Speichermedien: ROM-Cartridges

  • Controller: Joystick mit Nummernfeld und Feuerknöpfen

  • Preis bei Veröffentlichung: Ca. 175 USD

Bekannte Spiele:

  • Donkey Kong (Pack-in-Spiel)

  • Zaxxon

  • Smurf: Rescue in Gargamel’s Castle

  • Venture

  • BurgerTime

  • Mouse Trap

Besonderheiten des ColecoVision:

  • Arcade-nahe Qualität: ColecoVision war bekannt dafür, extrem genaue Umsetzungen beliebter Arcade-Spiele zu liefern – ein gewaltiger Vorteil gegenüber der Konkurrenz von Atari 2600 und Intellivision.

  • Erweiterbarkeit:

    • Expansion Module #1: Ermöglichte das Abspielen von Atari 2600-Spielen auf dem ColecoVision – eine bahnbrechende Erweiterung, die die Spielauswahl massiv vergrößerte.

    • Expansion Module #2: Lenkrad und Pedale für Rennspiele wie „Turbo“.

    • Expansion Module #3 (unveröffentlicht): Geplant war ein Modul, das den ColecoVision zu einem Heimcomputer umfunktionieren sollte.

  • Coleco Adam: Ein später erschienener Heimcomputer auf Basis des ColecoVision, der jedoch wegen Produktionsproblemen und Mängeln floppte.

  • Grafik und Sound: Übertraf die meisten zeitgenössischen Heimkonsolen deutlich in Grafik- und Soundqualität.

Erfolg und Vermächtnis:

Das ColecoVision verkaufte sich etwa über 2 Millionen Mal in weniger als zwei Jahren und war ein großer Erfolg, bis der Videospiel-Crash von 1983 den gesamten Markt einbrechen ließ. Trotz seines kurzen Lebenszyklus beeinflusste es nachhaltig die Heimkonsolen-Entwicklung: Der Fokus auf Arcade-Qualität, Erweiterbarkeit und präzise Steuerung setzte neue Standards. Viele Sammler und Retro-Gamer schätzen das ColecoVision noch heute als eines der ambitioniertesten Systeme der frühen Videospielgeschichte.