Allrounder für die Hosentasche
Anfang der 2000er Jahre hatte der Mobiltelefon Hersteller Nokia die Idee Spielekonsole, Mobiltelefon und PDA in einem Gerät zu vereinen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde das Nokia N-Gage am 9. August 2003 mit einer Tour durch 50 Europäische Städte Vorgestellt.
Technische Daten
Betriebssystem: Symbian OS (Nokia S60 Oberfläche)
Prozessor: ARM920T @ 104 MHz
Display: 2,1“ 176 X 208
Farben: 4096
Speicher: 16 MB RAM
Akkulaufzeit: c.a. 3 Stunden (Spielbetrieb)
Gewicht: 130g
Preis bei Markteinführung: 300€
Bekannteste Spiele
Tony Hawk`s Skateboarding
The Elder Scrolls Travels: Shadowkey
System Rush
Call of Duty
Trotz der starken Marketing Kampagne lief der Verkauf in Europa, England und den USA eher schleppend. Einzig in Asien kam es zeitweise zu Lieferengpässen. Als Gründe dafür wurden zum einen die im Gegensatz zum Game Boy Advance geringe Auswahl an Spielen zum anderen das Umständliche wechseln der Spiele wozu jedes Mal der Akku herausgenommen werden musste Genannt. Auch das Telefonieren mit dem N-Gage wirkte etwas befremdlich da Lautsprecher und Mikrofon an der oberen Kante angebracht waren. 2004 brachte Nokia den Nachfolger das N-Gage QD mit unter anderem verbessertem Modulschacht (kein entfernen des Akkus mehr nötig), hellerer Displaybeleuchtung und geringeren Abmessungen heraus. Die Entwicklung des Nachfolgers N-Gage IC wurde Ende 2004 Eingestellt.
Vermächtnis
Nokia wagte mit dem N-Gage einen der ersten Schritte in Richtung Mobile Gameing und war mit seinem Konzept der Zeit voraus. Trotz der aller Widrigkeiten hat das N-Gage bis heute eine treue Fangemeinde. Der Ikonische Surfbrett Aufsteller aus den Mobilfunk Geschäften Anfang der 2000er ist bis heute vielen im Gedächtnis geblieben genau wie das Design weshalb es in den USA scherzhaft als „Tacophone“ genannt wurde.
Weitere Daten
Mobilfunknetz GSM Triband (QD Dualband)
Bluetooth 1.1
USB Anschluss (beim QD Eingespart)
Webbrowser (WAP 1.2.1, XHTML)
RealOne Videoplayer
MP3 Player (beim QD Eingespart)
FM Radio (beim QD Eingespart)